Wittorfer für eine gesunde Umwelt


WUG - jetzt als eingetragener Verein

Die WUG kämpft für das Bürgerrecht auf körperliche Unversehrtheit und den Erhalt einer intakten Umwelt für Mensch und Tier, insbesondere für den sicheren Erhalt unseres Trinkwassers. Bisher haben weder Politik, verantwortliche Institutionen oder die Förderkonzerne eine Garantie dafür abgegeben, dass durch Verpressen und Abfackeln keine Gesundheitsschäden, keine Sach- und Vermögensschäden und keine Umweltschäden entstehen. Zurzeit berufen sich alle auf ein antiquiertes Bergrecht, teilweise aus dem vorigen Jahrhundert. Durch kritische Bürger aufgeschreckt, wird nun die Politik in Berlin aktiv und will das Bergrecht endlich modernisieren. Ob alle Bürgerrechte Berücksichtigung im Gesetzentwurf finden, bleibt fraglich. Weiteres kritisches Hinterfragen bezüglich Förderpraktiken und vor allem der Frage nach einer ordentlichen Entsorgung bzw. Aufbereitung der belasteten und giftigen Abfallprodukte bleibt weiter eine der Aufgaben der WUG. 

So fanden intensive Sachgespräche mit den gewählten Bundestagsabgeordneten unserer Heimatregion statt. Auch weiterhin wird die WUG intensiven Kontakt mit den Volksvertretern in Bund, Land und den Kommunen halten und die Rechte hier verwurzelter Menschen einfordern. Jüngste Ereignisse lassen erheblich zweifeln, ob die Bürger fair behandelt werden. Neben den bekannten massiven Störfällen mit Giftstofffreisetzung an der Verpressungsanlage Grapenmühlen finden dort wieder umfangreiche Arbeiten unter Absperrung statt. Ob die jahrelange Praxis der Abfackelung an den vielen Gasförderstellen unserer Region ohne Freisetzung von Umweltgiften und ohne Auswirkung auf unsere Gesundheit stattgefunden hat ist mehr als fraglich. Unbegreiflich  und unverantwortlich im Umgang mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit ist lt. aktuellen Presseberichten die Tatsache eines jahrelangen Verschweigens von Messergebnissen und Gutachten durch das Landesamt für Bergbau in Bezug auf Quecksilberbelastungen.

Wir Bürger sind in unserer schönen Heimatregion verwurzelt und pflegen eine vielfältige Kultur in einer noch weitgehend intakten Gemeinschaft. Dies soll so bleiben! Die WUG setzt sich daher für den Erhalt einer immer noch landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft und Dorfgemeinschaft ein. Wir wollen weiterhin die landwirtschaftlichen Familienbetriebe fördern und unterstützen. Eine intakte Umwelt sichert und fördert eine gesunde Landwirtschaft mit gesunden Produkten. Deshalb sitzen wir alle in einem Boot, wenn es darum geht zu verhindern, dass weiter giftige Substanzen freigesetzt oder in unsere Erde verpresst werden. Im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Industriebetrieben sind die nach einer fragwürdigen europäischen Agrarpolitik übriggebliebenen Familienbetriebe schützenswert. Sie prägen unsere Landschaft und Kultur. Die WUG reiht sich daher als Verein in die ländliche Kulturwelt ein. Die Mitglieder sind besorgte Mitbürger, die Unterstützung und Anerkennung verdienen! Wir übernehmen eine Verantwortung auch für nächste Generationen!

Kernpunkte

  • Kein Verpressen von giftigen Substanzen in unsere Erde.
  • Abpumpen,  reinigen und sachgerechte Entsorgung des in unsere Erde verpressten belasteten Lagerstättenwassers und der chemischen Frackingrückstände. Nur so kommt wieder Ruhe in unsere Region. Wir wollen hier kein „Endlager“.
  • Kontinuierliche Boden-, Wasser- und Luftmessungen (Monitoring).
  • Ausführliche, sachgerechte und zeitnahe Information der Bürger seitens Ämtern, Politik und Förderkonzernen.
  • Beweislastumkehr bei Schadensfällen (wie in den Niederlanden).
  • STOP aller Aktivitäten der Förderindustrie, bei denen giftige Substanzen anfallen und keine Aufbereitung sowie sachgerechte Entsorgung stattfindet bis zu einer technischen Lösung (Moratorium wie in NRW).